Brandgefahr - Kerzen
Über 1000 Brände mit einer Schadensumme von fast 30 Millionen Franken entstehen Jahr für Jahr durch den unvorsichtigen Umgang mit Kerzen. Helfen Sie mit, Menschenleben und unersetzbare Werte zu schützen, indem Sie die folgenden Punkte beachten.
Die wichtigsten Vorsichtsmassnahmen
- Lassen Sie nie eine Kerze unbeaufsichtigt brennen.
- Sorgen Sie dafür, dass die Kerze sicher und aufrecht steht. Vermeiden Sie Durchzug.
- Verwenden Sie nicht brennbare Kerzenständer, die gross genug sind, um das flüssige Wachs aufzufangen.
- Stellen Sie Kerzen immer so auf, dass sie für Kinder und Haustiere ausser Reichweite sind.
- Schneiden Sie den Docht russender Kerzen mit einer Schere zurück.
- Blasen Sie Kerzen ganz vorsichtig aus und stellen Sie sie in angemessenem Abstand zu brennbaren Gegenständen auf.

Rechaud-Kerzen
Auch die allseits bekannten und beliebten Rechaud-Kerzen - so genannte «Teelichter» - können bei sorglosem Abbrennenlassen fatale Auswirkungen nach sich ziehen. Das Äussere dieses Kerzleins im gefälligen, silberfarbenen Alubecher mit der verhältnismässig grossen, runden Standfläche, der geringen Höhe sowie der kleinen russ- und rauchfreien Flamme verleiht zu schnell ein trügerisches Sicherheitsgefühl.
Wärmetechnischen Abläufe
Der kleine Aluminiumbecher solcher Kerzen erwärmt sich bei normalem Betrieb auf ca. 80 ° Celsius. Diese Temperatur steigt jedoch rasant an, wenn sich die Flamme vergrössert, z. B. durch Umkippen des Dochtes bei fast leerem Becher oder vorhandener Verunreinigungen innerhalb der Brennmasse (abgebrochene Zündhölzer, Textilfussel usw.). Dabei wird das flüssige Paraffin bis zum Zündpunkt auf etwa 200 ° Celsius erhitzt. Auf Grund der dann zwangsläufig erfolgenden Selbstentzündung der gesamten verbleibenden Paraffinmenge erfolgt ein sprunghafter Temperaturanstieg des Aluminiumbechers. Unter diesen Voraussetzungen ist das Durchschmelzen in ein Fernsehgehäuse oder auch das Inbrandsetzen jedwelchen Kunststoffes durchaus möglich.

